DGPPN-Hauptstadtsymposium 2026
Prävention von Gewalttaten durch Menschen mit psychischen Erkrankungen

Nicht zuletzt nach den Gewalttaten und Anschlägen im Verlauf des Jahres 2025 gibt es, verständlicherweise, ein starkes Gefühl gesamtgesellschaftlicher Verunsicherung, ein großes Bedürfnis nach mehr Sicherheit für die Bevölkerung sowie den Ruf nach effektiven Maßnahmen, um weitere Gewalttaten zu verhindern. Die daraus resultierenden aktuellen gesellschaftlichen und politischen Debatten hat die DGPPN mit Vorschlägen zur Gefahrenabwehr durch medizinische und andere Hilfen konstruktiv-kritisch begleitet. Die politische Diskussion in den Bundesländern kreiste und kreist dabei vor allem um verstärkte Kooperation von Behandlern und psychosozialen Diensten mit den Sicherheitsbehörden und um erweiterte Meldepflichten. Die Stärkung niedrigschwelliger aufsuchender Behandlungs- und Betreuungsangebote kommt dabei jedoch häufig zu kurz.

Die DGPPN lädt vor diesem Hintergrund zu ihrem nächsten Hauptstadtsymposium nach Berlin ein. Thema dieses Symposiums am 5. März 2026 ist die Prävention von Gewalttaten durch Menschen mit psychischen Erkrankungen sein. 

Die DGPPN-Hauptstadtsymposien sind eine Veranstaltungsreihe, die aktuelle Themen aus Psychiatrie und Psychotherapie in den Fokus rückt und diese mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Medien diskutiert.

Auf einen Blick


Wann: 5. März 2026 | 15:30 - 21:00 Uhr (Einlass ab 15:00 Uhr)
Wo: Quadriga-Forum, Werderscher Markt 13, 10117 Berlin
Livestream: auf dgppn.de 
Veranstalter: DGPPN 
Kosten: kostenfrei
Zielgruppe: Forschende, Behandelnde, Politik und Medien sowie Erfahrungsexpertinnen und -experten, Angehörige und weitere Interessierte
Zertifizierung: CME-Punkte werden bei der Ärztekammer Berlin beantragt

Anmeldung: für Ihre Anmeldung zur Veranstaltung nutzen Sie bitte das Online-Formular

Download Programm | Referentinnen und Referenten

Prävention von Gewalttaten durch Menschen mit psychischen Erkrankungen [PDF] | Programm zum DGPPN-Hauptstadtsymposium | 05.03.2026  [Stand 23.01.2026]

Programm
Moderation: Daniela Wiesler  
ab 15:00 UhrAnmeldung und Registrierung
mit Kaffee und Kuchen
15:30 Uhr

Begrüßung und Einführung

  • Prof. Dr. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank
15:40 Uhr

Grußwort des Ministers für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung in Niedersachsen 

  • Dr. Andreas Philippi
15:50 Uhr

Fakten statt Furcht: Was wir über Gewalt und psychische Erkrankung wissen | Vortrag

  • Prof. Dr. Ute Habel
16:10 Uhr

DGPPN-Empfehlungen an die Politik zur Umsetzung von Forderungen des Positionspapiers Prävention von Gewalttaten | Vortrag

  • Prof. Dr. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank
16:30 Uhr

Wie gelingt Prävention im Zusammenspiel: Angebote für psychisch kranke Menschen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial | Vorträge

  • Preventive Assertive Community Treatment: Integrierte Versorgung "Hamburger Modell" und das Projekt SAFE
    Dr. Anja Christine Zimmermann
  • Bayrische Präventionsstellen
    Dr. Islem Ganzoui
  • Forensisch-psychiatrische Fachstellen bei den Polizeibehörden: ein Schweizer Modell
    Prof. Dr. Elmar Habermeyer
17:30 UhrPause
18:00 Uhr

Gewaltprävention: wirksam, evidenzbasiert, vernetzt. Was braucht es jetzt?  | Podiumsdiskussion  

  • Dr. Kristina Böhm
  • Dr. Christiane Erbel
  • Andreas Jung
  • Olaf Neubert
  • Prof. Dr. Thomas Pollmächer
  • Melanie Schlotzhauer
  • N.N.
19:30–21:00 UhrAusklang mit Abendbuffet und Getränken
Möglichkeit zum Austausch und Gespräch mit den Beteiligten 
Referentinnen und Referenten

Dr. Kristina Böhm, Leitung des Amtes für Gesundheit und Prävention der Landeshauptstadt Dresden

Dr. Christiane Erbel, Vorständin der Bundesarbeitsgemeinschaft Elternstimme in Prävention und Suchthilfe e.V. (BAG-EPS)

Dr. Islem Ganzoui, Präventionsstelle Berg am Laim am kbo-Isar-Amper-Klinikum Region München

Prof. Dr. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank, Ärztliche Direktorin der LVR-Klinik Köln und Fachliche Direktorin Forschung des LVR-Instituts für Forschung und Bildung (IFuB), Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)

Prof. Dr. Ute Habel, Direktorin des Instituts für Klinische Psychologie und Psychotherapie Universitätsklinikum Aachen, Prorektorin der RWTH Aachen für Internationales

Prof. Dr. Elmar Habermeyer, Direktor Forensische Psychiatrie und Psychotherapie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich

Andreas Jung, Ex-In Hessen (Marburg) e.V.

Olaf Neubert, Referat Krankenhauspersonal/Qualitätssicherung im GKV-Spitzenverband, Abteilung Krankenhäuser

Dr. Andreas Philippi (SPD), Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, GMK-Vorsitzender im Jahr 2026

Prof. Dr. Thomas Pollmächer, Ärztlicher Direktor kbo-Donau-Altmühl Kliniken gGmbH, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)

Melanie Schlotzhauer, Präses der Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration Hamburg

Dr. Anja Christine Zimmermann, Leiterin Organisation & Forschung des Arbeitsbereichs schwere psychische Erkrankungen, Früherkennung, Integrierte Versorgung in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Bild: (c) Westend61/Bernados