29.04.2015 | Ausschreibung

DGPPN-Antistigma-Preis 2015: gegen die Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Erkrankungen

Das Stigma, das oft mit einer psychischen Erkrankung einhergeht, erweist sich für die Betroffenen und auch ihre Angehörigen als schwerwiegende zusätzliche Belastung. Mit dem DGPPN-Antistigma-Preis setzt die DGPPN gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ein wichtiges Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Viel zu oft sehen sich Menschen mit psychischen Erkrankungen auch heute noch mit negativen Vorurteilen und Stereotypen konfrontiert – zum Beispiel, wenn sie als gefährlich, unberechenbar oder unsozial dargestellt werden. Die Angst vor Zurückweisung und Ausgrenzung ist für sie nicht nur eine enorme Belastung, sie kann sich auch negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken. Die Stigmatisierung gilt daher auch als „zweite Krankheit“. DGPPN-Präsidentin Dr. Iris Hauth unterstreicht deshalb, wie wichtig die Antistigma-Arbeit ist: „Mit dem DGPPN-Antistigma-Preis setzen wir als Fachgesellschaft gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ein wichtiges Zeichen – gegen die Diskriminierung und für die Akzeptanz.“ Professor Wolfgang Gaebel, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit und Vorstandsmitglied der DGPPN, erläutert die Ziele: „Das Vermeiden, aber auch das Bekämpfen von Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns alle betrifft und fordert. Ihre Bewältigung ist eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Weg zu einer gelebten Inklusion, zu der wir alle einen Beitrag leisten können.“

Der Preis ist in diesem Jahr mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und honoriert damit zum 13. Mal Projekte, Institutionen und Selbsthilfegruppen, die sich für eine nachhaltige gesellschaftliche Integration psychisch erkrankter Menschen einsetzen. Die Verleihung des Preises findet im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung auf dem DGPPN Kongress vom 25. bis 28. November 2015 im CityCube Berlin statt.

Bewerbungen sind bis zum 30. Juni 2015 möglich. Die Bewerbungsunterlagen sollten enthalten: kurze Selbstdarstellung der sich bewerbenden Personen oder Institutionen, Übersicht über bisherige Aktivitäten, Veröffentlichungen etc. zu diesem Thema sowie eine ausführliche Darstellung des Projektes oder der Aktivitäten, die durch Entstigmatisierung zur Integration psychisch erkrankter Menschen in die Gesellschaft beitragen. Daneben sollten die Bewerberinnen und Bewerber ausführlich darstellen, welche Bedeutung der Preis für die Fortführung ihres Projektes haben könnte.

Über die Vergabe des Preises entscheidet der Beirat der Stiftung für Seelische Gesundheit auf Grundlage der Empfehlung eines unabhängigen wissenschaftlichen Beirats unter Vorsitz von Professor Gaebel, dem folgende Jurorinnen und Juroren angehören: Prof. Dr. med. W. Gaebel (Düsseldorf), Dr. med. I. Hauth (Präsidentin DGPPN, Berlin), Prof. Dr. med. A. Deister (President Elect DGPPN, Itzehoe), Prof. Dr. med. P. Falkai (komm. Past President DGPPN, München), P.-G. Buyken (Schwaikheim), Prof. Dr. med. A. Finzen (Berlin), PD Dr. W. Kissling (München), Prof. Dr. med. D. Naber (Hamburg), G. Schliebener (BApK, Herford).

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