10.07.2015 | PRESSEMITTEILUNG

DGPPN Kongress 2015: Der Mensch im Mittelpunkt – Versorgung neu denken

Von Angststörung bis Zwangserkrankung: Vom 25. bis 28. November 2015 findet in Berlin Europas größte Fachtagung auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit statt. Über 650 Einzelveranstaltungen stehen auf dem Programm des DGPPN Kongresses 2015, rund 9000 Ärzte, Wissenschaftler und Therapeuten werden erwartet.

Mit dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt – Versorgung neu denken“ rückt der DGPPN Kongress 2015 ein zukunftsweisendes Leitthema ins Zentrum. Trotz enormer Fortschritte in der Versorgung stellen psychische Erkrankungen heute eine der größten Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung dar. Der Hilfebedarf ist in den vergangenen Jahren über alle Sektoren hinweg gewachsen. Nach aktuellen Erhebungen gehören Depressionen, Angststörungen und andere psychische Leiden zu den Hauptursachen von Krankschreibungen bei Deutschlands Beschäftigten.

„Damit psychisch erkrankte Menschen auch in Zukunft qualitativ hochwertige, wissenschaftlich fundierte und individualisierte medizinische, therapeutische und soziale Hilfen erhalten, müssen heute die richtigen Weichen gestellt werden. Auf dem DGPPN Kongress 2015 werden deshalb nationale und internationale Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik neue Versorgungskonzepte vorstellen und das Potenzial von gestuften, bedarfsgerechten, personenzentrierten und sektorenübergreifenden Versorgungsmodellen diskutieren“, sagt DGPPN-Präsidentin Dr. Iris Hauth. Im Fokus stehen Fragen, die ganz direkt die Patienten und die an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen betreffen. Wie lassen sich die Empfehlungen der evidenzbasierten Leitlinien im Behandlungsalltag noch umfänglicher umsetzen? Wie können die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung in die Praxis übersetzt werden? Wie stellen wir die Beziehungskontinuität in der Behandlung und die Gerechtigkeit bei der Verteilung der Ressourcen sicher?

2015 richtet sich der DGPPN Kongress erstmals mit einem speziellen Fortbildungsangebot auch an Hausärzte. „Psychische Erkrankungen spielen in der hausärztlichen Praxis eine wichtige Rolle. Für viele Betroffene ist diese die erste und zentrale Anlaufstelle. Da die komplexen Krankheitsbilder eine besondere Herausforderung für Diagnostik und Therapie darstellen, werden wir auf dem Kongress eine Gelegenheit zu einem praxisnahen und gegenseitigen Austausch schaffen“, so Dr. Iris Hauth weiter. Der „Schwerpunkt Hausarztpraxis“ findet an den beiden letzten Kongresstagen statt und beinhaltet über zehn Symposien.

Insgesamt umfasst das Wissenschafts-, Fortbildungs- und Diskussionsprogramm des DGPPN Kongresses 2015 über 650 Einzelveranstaltungen aus allen Bereichen der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Die mehr als 1600 Referenten greifen alle relevanten psychischen Störungen auf und beschäftigen sich mit den aktuellen Entwicklungen in Forschung, Diagnostik, Therapie und Prävention. Hochkarätige internationale Keynote Speaker haben sich angekündigt. Für die zukünftige Fachärztegeneration hat die DGPPN ein thematisch strukturiertes Nachwuchsprogramm erarbeitet. Medizinstudierenden stehen 500 Kongressstipendien zur Verfügung.

Der DGPPN Kongress spricht aber nicht nur das Fachpublikum an, sondern wendet sich mit einer Reihe speziell konzipierter Veranstaltung auch an die breite Öffentlichkeit. Die beiden Infotage für Schüler, Eltern und Lehrer drehen sich um die Themen „Sexuelle Orientierung“ und „Cannabis-Konsum“. Eine weitere öffentliche Veranstaltung geht der Frage der psychischen Widerstandsfähigkeit nach.

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