Hauptstadtsymposium: Psychiatrie in der Gemeinde

Wichtige Schritte in Richtung einer flexiblen, vernetzten und inklusiven Versorgung

Thinkstock/KatarzynaBialasiewicz

Von der UN-Behindertenrechtskonvention über das Patientenrechtegesetz, das PsychVVG und das Bundesteilhabegesetz bis zu den Psychisch-Kranken-Hilfegesetzen der Länder: In den letzten Jahren wurde eine Reihe von Gesetzen erlassen, welche die psychiatrische Versorgungslandschaft nachhaltig verändern werden. Neue, individualisierte Angebote entstehen und flexibilisieren die Hilfeplanung – sowohl im stationären Bereich als auch in der gemeindenahen ambulanten Versorgung. Die Betroffenen und ihre Subjektivität rücken in den Mittelpunkt des Handelns.

Eine sektorenübergreifende, die Behandlungskontinuität sichernde Versorgung erfordert von allen Anbietern eine enge Vernetzung. Hier können Gemeindepsychiatrische Verbünde in Zusammenarbeit mit Kliniken oder anderen Einrichtungen, in denen eine gemeinsame Hilfeplanung stattfindet, die Wahlfreiheit der Betroffenen im Sinne der UN-BRK und damit die Inklusion stärken.

Das DGPPN-Hauptstadtsymposium thematisiert die aktuellen gesetzgeberischen Entwicklungen, die daraus entstehenden Möglichkeiten aber auch die Umsetzungshürden. Die Beiträge beschreiben die notwendige Struktur eines idealtypischen Versorgungssystems funktional und zeigen Best-Practice-Beispiele auf. Gemeinsam mit Vertretern der Berufsgruppen, die in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen tätig sind, sowie der Politik werden die nächsten Schritte in Richtung eines flexiblen, vernetzten und inklusiven Versorgungssystems diskutiert.


Auf einen Blick

Datum: 21.11.2017
Uhrzeit: 12:30–17:15 Uhr
Ort: Reinhardtstraßenhöfe | Reinhardtstr. 14 | 10117 Berlin
Veranstalter: DGPPN e. V.
Kosten: kostenfrei
Zielgruppe: Ärzte, Therapeuten, Vertreter von Verbänden und aus Wissenschaft, Politik und Presse sowie Öffentlichkeit
Zertifizierung: wird bei der Ärztekammer Berlin beantragt

Die Anmeldung ist vor Ort noch möglich.

Programm
ab 12:30 Uhr
Anmeldung
13:00–13:15 Uhr 
Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Arno Deister, Präsident DGPPN
13:15–13:35 UhrRundum flexibel: das funktionale Basismodell psychiatrischer Versorgung in der Gemeinde
Prof. Dr. Ingmar Steinhart, Direktor des Instituts für Sozialpsychiatrie, Universität Greifswald
13:35–13:55 UhrVerbindlich vernetzt: Bedarfsgerechte Versorgungsstrukturen garantieren vielfältige Lösungen für den Einzelfall
Dr. Raoul Borbé, Chefarzt der Allgemeinpsychiatrie Ravensburg, ZfP Südwürttemberg, Standort Weissenau
13:55–14:15 Uhr Inklusion inklusive: die UN-BRK als Schrittmacher für eine gemeindenahe und personenzentrierte Psychiatrie
Prof. Dr. Katarina Stengler, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am HELIOS Park-Klinikum Leipzig
14:15–14:35 Uhr

Wohnortnah und individuell: Versorgung durch gemeindepsychiatrische Verbundstrukturen
Nils Greve, Vorsitzender des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e. V., Köln

14:35–14:55 UhrIntegrativ und intensiv: aufsuchende Behandlung durch das Krankenhaus
Dr. Andreas Horn, Chefarzt der Klinik für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie, Alexianer Krefeld
14:55–15:15 Uhr

Niederschwellig und persönlich: Versorgung durch niedergelassene Fachärzte
Dr. Sabine Köhler, Vorsitzende des BVDN, Jena Dr. Matthias Walle, Geschäftsführung IVPNetworks, Hamburg

15:15–15:45 UhrPause
15:45–16:30 UhrModerierte Podiumsdiskussion
„Vernetzte Versorgung in der Gemeinde: Kann Navigation ohne Steuermann gelingen?“
  • Nils Greve, Vorsitzender des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e. V., Köln
  • Prof. Dr. Markus Herrmann, Facharzt für Allgemeinmedizin/Homöopathie/ Psychotherapie/Psychoanalyse/Suchtmedizin, Berlin 
  • Dr. Andreas Horn, Chefarzt der Klinik für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie, Alexianer Krefeld
  • Dr. Sabine Köhler, Vorsitzende des BVDN, Jena
  • Dipl.-Psych. Barbara Lubisch, Bundesvorsitzende der DPtV, Aachen
16:30–17:15 UhrModerierte Podiumsdiskussion
„Stationsäquivalente Behandlung: Was jetzt zu tun ist“
  • Prof. Dr. Jürgen Armbruster, Geschäftsführer Rudolf-Sophien-Stift gGmbH, Stuttgart
  • Jurand Daszkowski, Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e. V., Hamburg
  • Dr. Iris Hauth, Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Alexianer St. Joseph-Krankenhaus, Berlin-Weißensee
  • Göran Lehmann, Techniker Krankenkasse, Hamburg
  • Dr. Norbert Mayer-Amberg, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Hannover
Moderation Prof. Dr. Arno Deister, Präsident der DGPPN und Dr. Ulf Künstler, Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Asklepios Westklinikum Hamburg
Mehr erfahren

Wir freuen uns, Sie auf dem Hauptstadtsymposium begrüßen zu dürfen.

Ihre Ansprechpartnerin

Josephine Winkler
Kongresskoordination und DGPPN-Veranstaltungen

DGPPN-Geschäftsstelle
Reinhardtstraße 27 B I 10117 Berlin
Telefon: 030 2404772-19
j.winkler@dgppn.de

Zum Kontaktformular