09.09.2026 | gemeinsame Stellungnahme

Nachrichtendienstreform: Fachgesellschaften warnen vor Eingriffen in das Patientengeheimnis

Die psychiatrisch-psychotherapeutischen Fachgesellschaften DGPPN, DGKJP und DGPM kritisieren den Regierungsentwurf zur Reform des Nachrichtendienstrechts. Sie fordern, ärztliche und psychotherapeutische Behandlungsbeziehungen den absolut geschützten Berufsgeheimnissen gleichzustellen und auch digital gespeicherte Behandlungsinformationen einschließlich der ePA wirksam vor nachrichtendienstlichen Zugriffen zu schützen. Denn gerade in Psychiatrie und Psychotherapie ist Vertraulichkeit Voraussetzung dafür, dass Menschen über höchstpersönliche und gegebenenfalls gesellschaftlich stigmatisierte Inhalte offen sprechen und frühzeitig Hilfe erhalten können. Sie ist daher auch ein wichtiges Element wirksamer Suizid- und Gewaltprävention.

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