Kunst, Kultur und Psyche

Psychische Erkrankung, Kreativität und Kunst sind eng miteinander verbunden. Die DGPPN initiiert und unterstützt Projekte, die in besonderer Weise dazu beitragen, psychische Erkrankungen über Kunst und Kultur in die Öffentlichkeit zu tragen und Vorurteile abzubauen. Psychischen Erkrankungen ein Bild zu geben, sie sichtbar zu machen und mit Tabus zu brechen, ist Ziel der hier vorgestellten Arbeiten.

Fotoausstellung „Psychische Erkrankungen im Blick“

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Ein kurzer Augenblick, ein flüchtiger Blickwechsel, ein fremder Blickwinkel – das Blickverhalten eines Menschen ist einzigartig und sehr persönlich. Wir nehmen die Welt über die Augen wahr und sie gelten als Fenster zur Seele. Was lesen wir also im Blick eines Menschen? Dieser Frage widmet sich das Projekt der Fotografin Herlinde Koelbl und des Psychiaters Leonhard Schilbach. Durch die Linse ihrer Kamera gelingt es Herlinde Koelbl, Distanz und zugleich Nähe und Intimität zum Portraitierten zu schaffen. Es entstehen drei Wahrnehmungsebenen, die des Portraitierten selbst, der Fotografin und des Betrachters. Die Portraitierten sind Patienten einer psychiatrischen Klinik oder Mitarbeiter des dortigen Behandlungsteams. Doch wer ist wer, das wird bewusst offen gelassen. Frei von Suggestion wird das Sehen auf die Probe gestellt und so ein wichtiger Beitrag zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen geleistet.

Stationen der Ausstellung

Die erfolgreiche Ausstellung „Psychische Erkrankungen im Blick“ macht ab 01.09.2022 am Berliner Hauptbahnhof Station. Um 13:00 Uhr findet die feierliche Eröffnung der Wanderausstellung im Hauptbahnhof Berlin auf der zentralen Mittelfläche im Erdgeschoss statt. 

Projektträgerin ist die DGPPN; Ausstellerin ist die Deutsche Bahn Stiftung, die sich bereits seit ihrer Gründung für das Thema psychische Gesundheit einsetzt. Sie hat die Ausstellung als Wanderausstellung in Bahnhöfen adaptiert und stellt sie vom 1. bis 10. September 2022 im Berliner Hauptbahnhof aus. Im Anschluss wird sie in mindestens fünf weiteren deutschen Bahnhöfen zu sehen sein.

Ausstellungseröffnung im Berliner Hauptbahnhof: 01.09.2022 um 13:00 Uhr

Programm zur Eröffnung

Es begrüßt:
Dr. Hella Schmidt-Naschke
Geschäftsführung Deutsche Bahn Stiftung gGmbH

Es sprechen:
Dr. Richard Lutz
Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn AG
Beiratsvorsitzender der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH

Prof. Dr. med. Thomas Pollmächer
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)

Herlinde Koelbl
Fotografin und Künstlerin

Prof. Dr. med. Leonhard Schilbach
Stv. Ärztlicher Direktor, Chefarzt der Abteilung für Allgemeine Psychiatrie II und Leiter der Ambulanz für Störungen der sozialen Interaktion am LVR-Klinikum Düsseldorf

Köln | 17.08.-21.09.2022

Fotoausstellung im Doppelpack: LVR zeigt „Psychische Erkrankungen im Blick“ und „CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen“ in Köln

Montag bis Sonntag, 10–18 Uhr, Eintritt frei
Anmeldungen per E-Mail an info@kvsg.de erbeten

Landschaftsverband Rheinland 
Landeshaus / Nordfoyer 
Kennedy-Ufer 2 | 50679 Köln

Programmflyer

Der Katalog zur Ausstellung

Alle Bilder und Beschreibungstexte sowie Vorworte von Herlinde Koelbl und Leonhard Schilbach.

Bestellbar auf Anfrage an sekretariat@dgppn.de
Schutzgebühr: 5 Euro (inkl. 5 % MwSt.)

Fotoausstellung „CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen“

Louis Quail

Sibylle Fendt

Louis Quail

Sibylle Fendt

„CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen“ präsentiert Arbeiten von fünf international renommierten Fotograf*innen, die sich aus ganz persönlichen Gründen mit dem Thema auseinandergesetzt haben. The Epilogue von Laia Abril erzählt die Geschichte der Familie Robinson, die ihre jüngste Tochter durch Bulimie verlor. In Gärtners Reise dokumentiert Sibylle Fendt die letzte Reise Lothar Gärtners und seiner an Demenz erkrankten Ehefrau Elke. Nora Klein versucht in ihrer Serie Mal gut, mehr schlecht. die Erkrankung Depression in Bilder zu fassen. Louis Quail zeigt in seiner intimen fotografischen Annäherung Big Brother das Leben seines Bruders mit Schizophrenie und Melissa Spitz widmet ihre Arbeit You Have Nothing to Worry About dem Gefühlsleben ihrer schwer psychisch erkrankten Mutter. Nach dem großen Erfolg im f³ – freiraum für fotografie in Berlin geht die Ausstellung nun auf Reisen und wird an verschiedenen Orten gezeigt.

Köln | 17.08.-21.09.2022

Fotoausstellung im Doppelpack: LVR zeigt „CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen“ und „Psychische Erkrankungen im Blick“ in Köln

Montag bis Sonntag, 10–18 Uhr, Eintritt frei
Anmeldungen per E-Mail an info@kvsg.de erbeten

Landschaftsverband Rheinland 
Landeshaus / Nordfoyer 
Kennedy-Ufer 2 | 50679 Köln

Programmflyer

Das Buch zur Ausstellung

Sibylle Fendt
Gärtners Reise

Kehrer Verlag Heidelberg Berlin 2019, 120 S.
Die 2. Auflage des Katalogs wurde mit freundlicher Unterstützung der DGPPN realisiert.

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