2. Hauptstadtsymposium: Volkskrankheit Depression - Pro und Contra der Behandlung mit Antidepressiva
Die Behandlung von Depressionen erfordert neben der psychotherapeutischen Behandlung gerade in der Akutphase auch eine pharmakologische Therapie mit Antidepressiva. Zur Wahl stehen heute neben den „trizyklischen Antidepressiva“ auch die SSRI und anderen Substanzen. Obwohl die Wirksamkeit dieser Antidepressiva bei der Behandlung akuter depressiver Episoden in zahlreichen klinischen Studien belegt ist, wird von Zeit zu Zeit immer wieder eine Debatte über die Wirksamkeit geführt. So zuletzt etwa ausgelöst durch eine Studie von Irving Kirsch (Hull, Großbritannien). Darin wurde die Wirksamkeit der antidepressiven Pharmakotherapie angezweifelt. Im Mittelpunkt stand der Vorwurf, Antidepressiva grenzten sich in der Wirksamkeit nicht in klinisch relevantem Maße von Placebo ab. Dies ist ein massiver Vorwurf, weil damit die Effektivität der pharmakologischen Therapie von Depressionen pauschal in Abrede gestellt wird.
Veranstaltungsdokumentation
Referent | Vortrag |
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Prof. Dr. med. Wolfgang Gaebel, Düsseldorf | Begrüßung und Einführung |
Prof. Dr. med. Peter Falkai, Göttingen | Was sind Depressionen? |
Prof. Dr. med. Jürgen Fritze, Pulheim | Irving Kirsch: Was ist falsch daran? |
Prof. Dr. med. Dipl-Psych. Michael Linden, Berlin | Psychotherapie der Depression |
Dr. med. Norbert Mönter, Berlin | Depressionstherapie aus der Sicht des niedergelassenen Psychiaters |
Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kossow, Achim bei Bremen | Depressionstherapie aus der Sicht des Allgemeinmediziners |
Dr. med. Michael Freudenberg, Neustadt | Die Sicht eines Psychiaters und Betroffenen |
Beate Lisofsky, Berlin | Die Sicht der Angehörigenverbände |
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Programm | antidepressiva-programm.pdf [25KB] |