10. Hauptstadtsymposium: "Psychisch krank - warum? Die neuen Volkskrankheiten besser verstehen"
Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Aber auch psychische Erkrankungen zählen zu den Volkskrankheiten: Fast die Hälfte aller Menschen leidet im Laufe ihres Lebens einmal an einer psychischen Erkrankung. Auch können viele Menschen ihre Arbeit aufgrund psychischer Erkrankungen nicht mehr ausführen. So ist der Anteil der Arbeitsunfähigkeitstage durch psychische Beeinträchtigungen in den letzten fünfzehn Jahren um 70 bis 80 Prozent gestiegen. Und die Bedeutung von psychischen Erkrankungen wird in Zukunft sogar noch steigen: Nach Hochrechnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommen in den Industrieländern im Jahr 2030 fünf der zehn mit den stärksten Beeinträchtigungen verbundenen Erkrankungen (Gobal Burden of Disease) aus dem Bereich der Psychiatrie: Dazu zählen Depression, Alkoholabhängigkeit, Demenz, Schizophrenie und Bipolare Störungen.
Die Erforschung der Ursachen von seelischen Krankheiten hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung genommen. Mittlerweile gibt es vielfältige Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Mit ihrem Hauptstadtsymposium „Psychisch krank – warum? Die neuen Volkskrankheiten besser verstehen“ gibt die DGPPN Einblick in die Entstehung von psychischen Erkrankungen an den Beispielen Depression, Demenz, Sucht und Psychosen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2011 „Forschung für unsere Gesundheit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) statt und wendet sich an die interessierte Öffentlichkeit.
Programm
Uhrzeit | Vortrag |
|---|---|
14:00 – 14:10 Uhr | Einführung und Begrüßung |
14:10 – 14:40 Uhr | Depression: "Ich sehe alles grau, bin ich krank?" |
14:40 – 15:10 Uhr | Demenz: Wieviel Vergessen ist normal? |
15.10 – 15.30 Uhr | Kaffeepause |
15:30 – 16:00 Uhr | Sucht: Wenn aus dem Elixier des Lebens ein Fluch wird |
16:00 – 16:30 Uhr | Psychosen: Wenn fremde Stimmen und Bilder das Leben beherrschen |
16:30 – 16:45 Uhr | Abschlussdiskussion und Verabschiedung |
