3. Hauptstadtsymposium: Routine-Daten in der Psychiatrie
Zur besseren Versorgung psychisch kranker Menschen sind gesundheitsbezogene Daten immer wichtiger geworden. Diese werden vielerorts in unterschiedlicher Weise und zu unterschiedlichen Zwecken erhoben. Es entstehen mit einem hohen administrativen Aufwand einerseits ungenützte „Datenfriedhöfe“, andererseits werden Daten gerade zur ökonomischen Steuerung von Prozessen verwendet, die methodisch inadäquat ausgewertet und vorschnell interpretiert wurden. Vor diesem Hintergrund haben der Präsident, der Vorstand und das Referat Versorgung der DGPPN ein Arbeitsprogramm mit Vertretern der an der Versorgung psychisch Kranker beteiligten Institutionen sowie in Versorgungsforschung und Qualitätssicherung aktiven Arbeitsgruppen erarbeitet, um die Entwicklung eines Daten-Sets zur sektorübergreifenden psychiatrischen Routine-Dokumentation, Versorgungsforschung und Qualitätssicherung voranzubringen. In einem initialen Workshop wurden in Impulsreferaten die wesentlichen Aspekte beleuchtet und anschließend diskutiert. Es galt, ein Handlungsprogramm zu entwerfen, wie ein „Minimum-Data-Set“ aussehen soll, das geeignet ist, die Versorgung psychisch kranker Menschen in Deutschland abzubilden, das relevante Veränderungen erfasst und insbesondere eine valide Datengrundlage in der gesundheitsökonomischen und -politischen Diskussion liefert.
Veranstaltungsdokumentation
Referent | Vortrag |
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Prof. Dr. med. Wolfgang Gaebel | Begrüßung und Einführung |
Themenblock 1:Routine-Daten aus klinischer Sicht | |
PD Dr. med. Hermann Spießl | Von der BADO zum sektorübergreifenden Daten-Set |
Dr. med. Iris Hauth | Routine-Daten - die Perspektive der Fachklinik |
Priv.-Doz. Dr. med. Felix M. Böcker | Routine-Daten - die Perspektive der Abteilungen |
Prof. Dr. Michael Linden | Routine-Daten in der psychosomatischen Rehabilitation |
Prof. Dr. med. Andreas Spengler | Routine-Daten in der PIA |
Dr. sc. hum. Dipl.-Psych. Matthias Schützwohl | Routine-Daten im komplementären Bereich |
Dr. med. Frank Bergmann | Routine-Daten - die Perspektive der Niedergelassenen |
Themenblock 2: Routine-Daten: Sektorübergreifende Qualitätssicherung | |
Dr. med. Birgit Jansen | Routine-Daten und Qualitätssicherung |
PD Dr. F. Godemann | Routine-Daten: Klinische Pfade und KIS |
Dr. PH Stefan Weinmann | Routine-Daten und Versorgungsleitlinien |
PD Dr. med. Thomas Karl Messer | Routine-Daten in der Psychopharmakotherapie |
Gerlinde Piepenhagen | Routine-Daten aus MDK-Perspektive |
Christiane Roick | Qualitätsindikatoren aus Sicht des AOK-Bundesverbandes |
Themenblock 3: Routine-Daten: Ökonomie und Public Health | |
Dr. Hans Joachim Salize | Routine-Daten zu Zwangsmaßnahmen |
Prof. Dr. Hans-Helmut König | Routine-Daten: Gesundheitsökonomische Perspektive |
H. Kunze | Personenzentrierter Ansatz und Entgeltsystem |
Dr. med. Dr. jur. Helmut Hausner | Routine-Daten: Gesundheitspolitische Perspektive |
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Programm | routinedaten-programm.pdf [27KB] |