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17. DGPPN-Hauptstadtsymposium: „Vom Gesundheitswesen vergessen? Demenzkranke in der medizinischen Versorgung"

In Deutschland leben gegenwärtig rund 1,4 Millionen Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind. Jährlich werden annähernd 300.000 neue Fälle diagnostiziert. Nach wie vor wird die Versorgung von Demenzpatienten als vorwiegend pflegerische Aufgabe betrachtet. Dabei wird übersehen, dass ein sehr großer Anteil der demenziell erkrankten Menschen unzulänglich medizinisch betreut wird. Doch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist heute ein umfassender Versorgungsansatz erforderlicher denn je.

Auf ihrem 17. Hauptstadtsymposium diskutierte die DGPPN gemeinsam mit über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die drängendsten Fragen in der Versorgung demenzieller Menschen. Im Fokus stand die qualitätsgesicherte und multiprofessionelle Versorgung in verschiedenen Settings. Dabei wurden auch Unterstützungsangebote, innovative Therapieansätze und Modelle guter zukunftsweisender Praxis vorgestellt.

UhrzeitProgramm
12:00-12:30 Uhr

12:30 – 12:50 Uhr

Registrierung und Begrüßungsempfang

Begrüßung:
Prof. Dr. Wolfgang Maier, Präsident der DGPPN
Grußwort: Annette Widmann‐Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit
12:50 – 13:10 Uhr

Personale Identität und Anerkennung. Zum ethischen Umgang mit demenziellen Erkrankungen
Prof. Dr. Dieter Sturma, Universität Bonn/Forschungszentrum Jülich  & Dr. Utako Barnikol, Universitätsklinikum Köln/ Forschungsbettenstation Forschungszentrum Jülich
13:10 – 13:30 Uhr

Demenziell erkrankte Menschen zu Hause
Prof. Dr. Steffi Riedel-Heller, Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP), Universität Leipzig
13:30 – 13:50 Uhr



Therapeutische Nutzung von Tablet-PC´s – erste Studienergebnisse
Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Dr. Johanna Nordheim, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité Berlin & Dr. Ralf Suhr, Zentrum für Qualität in der Pflege, Berlin
13:50 – 14:10 Uhr

Demenziell erkrankte Menschen im Krankenhaus
Prof. Dr. Johannes Wancata, Klinische Abteilung für Sozialpsychiatrie, Wien
14:10 – 14:30 Uhr

Zur Situation demenziell erkrankter Menschen im Pflegeheim
Prof. Dr. Siegfried Weyerer, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim
14:30 – 15:00 UhrKaffeepause
15:00 – 15:20 Uhr


Welche Fortschritte in der Therapie von Demenz sind durch Forschung zu erwarten?
Prof. Dr. Frank Jessen, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie/ Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Bonn

15:20 – 16:00 Uhr



 

Neue Versrorgungsstrukturen
Ambulante vertragsärztliche Versorgung von Demenzkranken
Dr. Frank Bergmann, Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN), Aachen

Sektorenübergreifende Modelle: Der Qualitätsverbund Geriatrie Nord-West-Deutschland
Dr. Daisy Hünefeld, Qualitätsverbund Geriatrie Nord-West-Deutschland, Telgte

16:00 – 17:00 Uhr




Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung:
Moderation: Dr. Thomas Kunczik
Wolfgang Maier (DGPPN)
Sabine Jansen (Dt. Alzheimer Gesellschaft)
Vjera Holthoff-Detto (Referat Gerontopsychiatrie der DGPPN)
Dirk Heidenblut (SPD)
Elisabeth Scharfenberg (Die Grünen)