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Psychiatrisch-psychotherapeutische Forschung – Quo Vadis?

Die Erforschung der Ursachen von psychichen Krankheiten hat in den letzten Jahrzehnten einen enormen Aufschwung genommen. Grund hierfür ist die rasante Weiterentwicklung neuer Technologien und Methoden, die früher nicht zur Verfügung standen. Dazu gehört unter anderem die Einführung moderner bildgebender Verfahren, die eine Darstellung der Struktur und Funktion von neuronalen Systemen erlauben. Darüber hinaus hat die technische Revolution in der Molekulargenetik eine systematische Untersuchung des menschlichen Genoms ermöglicht. Molekulargenetische Befunde können zusammen mit unserem wachsenden systembiologischen Wissen Wirkzusammenhänge aufdecken, die der Entstehung psychischer Erkrankungen zugrunde liegen.

Auch auf dem Gebiet der Psychotherapieforschung konnten erhebliche Fortschritte erzielt werden: Störungsspezifische Psychotherapien auf dem Gebiet der Depression, aber auch von Persönlichkeitsstörungen wie der Borderline-Störung, sind sehr gut etabliert und werden breit angewendet. Nach dem Vorbild der Einführung neuer pharmakologischer Substanzen werden heute auch neue Psychotherapieverfahren von der Fallbeobachtung über die kontrollierte Studie in die allgemeine Versorgung überführt.

Die moderne psychiatrisch-psychotherapeutische Forschung ist durch eine multidisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachrichtungen und Experten gekennzeichnet. Nur so kann die Psychiatrie als medizinische Disziplin für Menschen mit psychischen Erkrankungen neue Wege in Diagnostik und Therapie erschließen. Die DGPPN unterstützt diesen disziplinenübergreifenden Forschungsansatz. Zur Erforschung psychischer Erkrankungen unterhalten wir ein Netzwerk mit hoch spezialisierten Fachleuten an zahlreichen Standorten in ganz Deutschland.

DGPPN-Position

Welchen Veränderungen war die wissenschaftliche Psychiatrie in den letzten Jahrzehnten unterworfen? Wie muss sich die Psychiatrie als akademische Wissenschaft positionieren, um national und international wettbewerbsfähig zu bleiben? Zum Stand der Forschung in Psychiatrie und Psychotherapie. 

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