Dienstag, 02. Februar 2009, Berlin
Das Gesundheitswesen in Deutschland steht vor dem Umbruch. Die von der Politik propagierte Rundumversorgung kann auf Dauer nicht aufrechterhalten werden. Schon längst ist eine heimliche Priorisierung und Rationierung – auch bei der Versorgung psychisch Kranker – festzustellen, obwohl in Zukunft mit einem zunehmenden Versorgungsbedarf zu rechnen ist. So steigt aufgrund der demografischen Entwicklung die Zahl der altersbedingten neurologisch-psychiatrischer Erkrankungen. Ein gesellschaftlicher Diskurs ist notwendig, wie die Verteilung ärztlicher Leistungen angesichts des Mangels gerecht und transparent gestaltet werden kann. Das Hauptstadtsymposium beschäftigte sich u.a. mit folgenden Fragen: Was können wir von den Priorisierungs- und Rationalisierungserfahrungen anderer Länder lernen? Welche Rolle spielen Kosten-Nutzen-Analysen in der Priorisierungsdebatte? Und welche Konsequenzen hat eine Priorisierung in der Psychiatrie für die Betroffenen?
Lesen Sie hierzu auch das Grußwort des Bundesministers für Gesundheit, Dr. Philipp Rösler
zum Grußwort...
Im Vorfeld der Veranstaltung, Pressekonferenz um 10 Uhr
Für Fragen standen zur Verfügung:
| Pressemitteilung 02.02.2009 (pdf) |
| Datum: | Dienstag, 02.02.2010, 11.00 – 17.15 Uhr | |
| Ort: | Heinrich Böll Stiftung, Großer Saal 1 Schumannstraße 8, 10117 Berlin-Mitte | |
| Veranstalter: | DGPPN und Bundesärztekammer |
| 10:00 – 10:45 Uhr | Pressekonferenz für Vertreter der Medien Moderation: Dr. T. Nesseler |
| 11:00 - 11:15 Uhr | |
| Prof. Dr. med. Dr. rer. soc. Frank Schneider Präsident der DGPPN (Aachen) | Begrüssung |
| 11:15 - 11:45 Uhr | |
| Prof. Dr. med. Wolfgang Gaebel Past President der DGPPN (Düsseldorf) | Rationalisierung, Priorisierung, Rationierung: Nationale und internationale Erfahrungen |
| 11:45 - 12:15 Uhr | |
| Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe Präsident der Bundesärztekammer (Berlin) | Priorisierung im Gesundheitswesen: Die Position der deutschen Ärzteschaft |
| 12:15 - 13:15 Uhr | Mittagsimbiss |
| 13:15 - 13:45 Uhr | |
| Prof. Dr. rer. biol. hum. Dipl.-Math. Hans-Konrad Selbmann Mitglied des Präsidiums der AWMF Vorsitzender der ständigen Kommission „Leitlinien“ der AWMF (Rangendingen) | Die Bedeutung von Behandlungs- und Versorgungs-Leitlinien in der Priorisierungsdebatte |
| 13:45 - 14:15 Uhr | |
| Dr. Rainer Hess Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (Siegburg) | Welche Haltung vertritt der Gemeinsame Bundesausschuss in der Priorisierungsdebatte? |
| 14:15 - 14:45 Uhr | Kaffeepause |
| 14:45 - 15:45 Uhr | |
| Prof. Dr. Hans Joachim Salize Leiter der Arbeitsgruppe Versorgungsforschung Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (Mannheim) | Priorisierung in der Psychiatrie: Konsequenzen für die Versorgung psychisch Kranker |
| 15:45 - 16:15 Uhr | |
| Dr. med. Frank Bergmann Vorsitzender des BVDN (Aachen) | Ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung zwischen Priorisierung und Rationierung |
| 16:15 - 16:45 Uhr | |
| Dr. med. Iris Hauth Vorsitzende der Bundesdirektorenkonferenz Vorstand DGPPN (Berlin) | Welche Stellenwert hat das neue Entgeltsystem in der Priorisierungsdebatte? |
| 16:45 - 17:15 Uhr | Abschlußdiskussion |
Lesen Sie auch aus:
gpk - GESELLSCHAFTSPOLITISCHE KOMMENTARE Nr. 8/09 – August 2009 – Seiten 29-30
Priorisierung im Gesundheitswesen - Geht das die psychisch Kranken an?
von Prof. Dr. Jürgen Fritze, Pulheim
hs7-priorisierung-im-gesundheitswesen-gpk-fritze.pdf (31,1 KB)
Einladung zum 7. DGPPN-Hauptstadtsymposium [57 KB; PDF]
Programm zum 7. DGPPN-Hauptstadtsymposium [33 KB; PDF]