Nach Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes, das mit dem § 140 ff auch für das psychiatrische Fachgebiet Chancen bietet, die bekannten Defizite zu reduzieren, sind im Jahre 2004 in verschiedenen Arbeitsgruppen Konzepte zur integrierten Versorgung (IV) entwickelt worden. Seit November 2004 sind die damals noch geplanten sowie die damals bereits realisierten Projekte auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) vorgestellt. Diese Darstellung der ersten IV-Projekte und die Informationsplattform auf eben dieser Website wie auch die Erarbeitung von Rahmenkonzepten durch die zentrale Arbeitsgruppe "Integrierte Versorgung für psychische Erkrankungen" haben als Hilfestellung für regionale Gruppen fungiert und zu einer beachtlichen Erhöhung der Anzahl von psychiatrischen IV-Projekten geführt. Deshalb sind wir bestrebt, die Übersichten laufend zu aktualisieren.
Befragt wurden alle verantwortlichen Ärzte bzw. Projektleiter, die bereits im Jahre 2004 ein IV-Projekt geplant oder realisiert hatten. Der Rücklauf betrug etwa 70%. Zusätzlich trugen wir Hinweise aus Fachzeitschriften, von Krankenkassen oder Ärztevereinigungen zusammen und konnten die Leiter der dort vorgestellten IV-Projekte gezielt um Informationen bitten.
Es wurden uns die folgenden laufenden Projekte im Bundesgebiet angezeigt. Diese sind nach Indikation geordnet und farblich unterlegt. Weitere Informationen über beteiligte Einrichtungen, den Leiter des Projektes, Kooperationspartner, involvierte Krankenkassen, die Rechtsform, Finanzierung und Dokumentationsform sind in Tabellenform zugeordnet. Zur besseren Übersicht wurde das Bundesland benannt und - falls vorhanden - begleitende Partner, wie Berufsverbände oder evaluierende Hochschulen, eingefügt.
Weitere Informationen über die verschiedenen bisher abgeschlossenen Vertragsformen sowie Links zu Infoseiten von Verbänden und Kostenträgern sind beigefügt. Dort finden Sie z.B. Vorschläge zur Konzept- und Projektentwicklung.
Für weitere Fragen, aber auch für Anregungen und zur Multiplikation von neu entstandenen Konzepten, steht die zentrale Arbeitsgruppe, mail-Adresse:
, zur Verfügung.
Das Netzwerk Integrierte Versorgung Depression (IV-D) wurde im Februar 2006 in Zusammenarbeit des Universitätsklinikums Aachen mit zahlreichen niedergelassenen Kollegen und Kolleginnen, dem Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN), der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), der AOK-Rheinland und weiteren Krankenkassen entwickelt.
Im Oktober 2007 wurde die IV-D auf die Diagnosengruppe der schizophrenen Psychosen ausgeweitet und trägt nun den Namen Netzwerk Integrierte Versorgung Seelische Gesundheit (pdf).
Das IV-Netz bietet sowohl Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie als auch Hausärzten die Möglichkeit teilzunehmen. Die IV Seelische Gesundheit erstreckt sich über Stadt und Kreis Aachen und den Kreis Düren. Die Ausweitung auf andere Regionen Deutschlands sowie auf weitere Diagnosen ist geplant.