DGPPN-Hauptstadtsymposien
Auf dem Programm der DGPPN-Hauptstadtsymposien stehen regelmäßig aktuelle gesellschafts- und gesundheitspolitische Fragestellungen. Mit dem im Jahr 2007 etablierten Veranstaltungsformat spricht die DGPPN Ärzteschaft, Vertreter aus dem Gesundheitswesen sowie Multiplikatoren aus Politik und Medien gleichermaßen an.
16. Hauptstadtsymposium, 24. Juni 2013
„Psychisch Kranke - Stiefkinder des Gesundheitswesens ?“
Wie steht es in Deutschland um die Therapie und medizinische Versorgung bei Menschen mit psychischen Erkrankungen? Nimmt der Bedarf zu? Reichen die bestehenden Versorgungsangebote aus? Oder ist ein Ausbau notwendig, um die Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen?
Auf ihrem 16. Hauptstadtsymposium geht die DGPPN diesen wichtigen Fragen auf den Grund. Expertinnen und Experten erläutern, wer in Deutschland überhaupt behandelt wird und wie diese Behandlung aussieht. Die detaillierte Analyse der aktuellen Situation soll aufzeigen, wo die Stärken und Defizite des Versorgungsnetzes liegen. Dazu gehört ebenfalls die Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Finanzierungslage. Neben aufschlussreichen Vorträgen steht eine spannende Podiumsdiskussion zu den versorgungspolitischen Herausforderungen auf dem Programm. weitere Informationen
15. Hauptstadtsymposium, 27. Februar 2013
„Verloren im Netz? Verhaltenssüchte und Ihre Folgen“
Traditionell wird der Begriff der „Sucht“ mit der Abhängigkeit von psychoaktiven Substanzen wie Alkohol und anderen Drogen in Verbindung gebracht. Erst seit kurzem wird der Begriff der „Sucht“ auf eine Reihe problematischer Verhaltensweisen wie zum Beispiel Glücksspielen, Internetgebrauch und sexuelle Aktivitäten angewendet. Ob solche sog. „Verhaltensabhängigkeiten“ als „Süchte“ behandelt werden sollen, wird zurzeit noch diskutiert. Eine angemessene Einordnung und klare Diagnosestellung entsprechend des derzeitigen Wissensstandes sind aber notwendig, um effektive therapeutische Präventions- und Behandlungsstrategien zu entwickeln.
Die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Verhaltenssüchte werden auf dem Hauptstadtsymposium in einer Reihe von Vorträgen vorgestellt und diskutiert. zum Veranstaltungsrückblick
14. Hauptstadtsymposium, 31. Januar 2013
„Psychisch kranke Straftäter: Therapie und Prognose“
Aktuelle Rechtsprechungen des Bundesverfassungsgerichts wie zur medikamentösen Behandlung gegen den Willen der Patienten verändern das Behandlungsklima; die Einführung einer undefinierten Kategorie "psychische Störung" bei der Neuregelung der Sicherungsverwahrung und die Überführbarkeit von Sicherungsverwahrten in den psychiatrischen Maßregelvollzug bereits bei einer psychischen Disposition greifen nach dem Selbstverständnis der Psychiatrie und der konzeptuellen Verankerung der Betreuung derjenigen, die aufgrund ihrer psychischen Krankheit straffällig geworden sind. zum Veranstaltungsrückblick
12. Hauptstadtsymposium, 12. September 2012
„Psychisch krank durch Migration? Perspektiven der Migrationspsychiatrie in Deutschland“
Aus verschiedenen Studien ist bekannt, dass eine geringe Integration in die Gesellschaft die Entstehung von psychischen Erkrankungen begünstigt. Gleichwohl gibt es viele Hinweise darauf, dass der Bedarf nach medizinisch-psychiatrischer Hilfe bei Menschen mit Migrationshintergrund nicht gedeckt ist. Fast ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland weist einen Migrationshintergrund auf. Über die Häufigkeit von psychischen Erkrankungen in dieser Personengruppe und die medizinisch-psychiatrische Versorgung dieser, ist wenig bekannt. Viele Menschen mit Migrationshintergrund mit psychischen Erkrankungen nehmen die Hilfsangebote aufgrund bestehender Sprachbarrieren, kultureller Umstände und Unterschiede im Krankheitsverständnis nicht an. So besteht ein dringender Entwicklungsbedarf in der Versorgung dieser Personengruppen, insbesondere bezüglich fremdsprachiger und kultursensibler Therapieangebote. zum Veranstaltungsrückblick
11. Hauptstadtsymposium, 7. März 2012
„Burnout – Der Preis für die Leistungsgesellschaft?“
Das Thema "Burn-out" wird seit kurzem intensiv in unserer Gesellschaft diskutiert wird. Die DGPPN hat daher eine Task-Force ins Leben gerufen, die eine Bewertung der aktuellen Diskussion für die Vorbeugung von Burn-out liefern soll sowie Konsequenzen für Behandlungspraxis, Forschung und Gesellschaft aufzeigen möchte. Referenten aus Ministerien, Interessen- und Medienvertreter, Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten erfahren im Rahmen der Veranstaltung den aktuellen Stand bei der Prävention, Diagnostik und Behandlung von arbeitsbedingten psychischen Belastungen. Notwendige Konsequenzen beim Arbeitsschutz werden diskutiert und das Positionspapier der DGPPN zum Thema "Burnout" wird vorgestellt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Zertifizierung ist bei der Landesärztekammer Berlin beantragt. zum Veranstaltungsrückblick
10. Hauptstadtsymposium, 16. Juni 2011
Psychisch krank – warum? Die neuen Volkskrankheiten besser verstehen
Die Erforschung der Ursachen von seelischen Krankheiten hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung genommen. Mittlerweile gibt es vielfältige Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Mit ihrem Hauptstadtsymposium gibt die DGPPN Einblick in die Entstehung von psychischen Erkrankungen an den Beispielen Depression, Demenz, Sucht und Psychosen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2011 „Forschung für unsere Gesundheit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) statt und wendet sich an die interessierte Öffentlichkeit. Zum Veranstaltungsrückblick
9. Hauptstadtsymposium, 5. Oktober 2010
Die schlaflose Gesellschaft. Kritische Betrachtung einer Hypothese
Moderne Industriegesellschaften, bestrebt sowohl die Arbeitswelt als auch das private Leben möglichst effizient und effektiv zu gestalten, fordern ständige Aktivität und Leistungsbereitschaft. Allein in den letzten 20 Jahren hat dies zu einer Verkürzung der durchschnittlichen Schlafdauer um eine Stunde pro Tag geführt. Macht uns also der Versuch auf Kosten des Schlafes möglichst immer und überall leistungsfähig zu sein am Ende psychisch und körperlich krank und leistungsunfähig? Diskutieren Sie mit uns die gesundheitlichen Folgen der gesellschaftlich bedingten Veränderungen im Schlaf-Wach-Verhalten.
8. DGPPN-Hauptstadtsymposium, 5. Mai 2010
Ärztliche Psychotherapie: Warum, wie und für wen? Aktuelle Fragen der Psychotherapieversorgung in Deutschland
In Deutschland wird die psychotherapeutische Versorgung von verschiedenen Berufsgruppen, u.a. von Ärzten und Diplom-Psychologen, erbracht. Innerhalb der Ärzteschaft sind verschiedene Fachdisziplinen an der Sicherstellung von psychotherapeutischen Versorgungsleistungen beteiligt. Das Hauptstadtsymposium widmete sich der Frage, was ärztliche Psychotherapie – nicht zuletzt in Abgrenzung zu jener der Psychologischen Psychotherapeuten – für die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen leistet. Zum Veranstaltungsrückblick
7. DGPPN-Hauptstadtsymposium, 2. Februar 2010
Rationalisierung, Priorisierung und Rationierung. Was kommt auf uns zu bei der Versorgung psychisch Kranker?
Das Gesundheitswesen in Deutschland steht vor dem Umbruch. Die von der Politik propagierte Rundumversorgung kann auf Dauer nicht aufrechterhalten werden. Schon längst ist eine heimliche Priorisierung und Rationierung – auch bei der Versorgung psychisch Kranker – festzustellen. Das Hauptstadtsymposium beschäftigte sich u.a. mit folgenden Fragen: Was können wir von den Priorisierungs- und Rationalisierungserfahrungen anderer Länder lernen? Welche Rolle spielen Kosten-Nutzen-Analysen in der Priorisierungsdebatte? Und welche Konsequenzen hat eine Priorisierung in der Psychiatrie für die Betroffenen? Zum Veranstaltungsrückblick
6. Hauptstadtsymposium, 30. September 2009
Psychisch kranke Eltern und ihre Kinder
Kinder psychisch kranker Eltern haben ein erhöhtes psychiatrisches Erkrankungsrisiko. Neben einer fachspezifischen Behandlung der elterlichen Erkrankung können Präventionskonzepte für Kinder psychisch kranker Eltern dazu beitragen, das kindliche Erkrankungsrisiko zu senken. Das Hauptstadtsymposium stellte Aspekte der Elternschaft im Kontext einer adäquaten psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung und der Mutter-Kind-Interaktion in den Mittelpunkt. Zum Veranstaltungsrückblick
5. Hauptstadtsymposium, 17. Juni 2009
Psychische Erkrankungen bei Menschen mit geistiger Behinderung. Welcher Patient braucht was, wann und wie in der Lebensspanne?
In Deutschland leben derzeit etwa 500.000 Menschen mit geistiger Behinderung. Diese haben überdurchschnittlich häufig zusätzlich chronische Erkrankungen und Behinderungen. Dazu gehört auch die überdurchschnittliche Belastung mit psychischen Störungen. Die DGPPN arbeitet seit vielen Jahren dafür, dass der wissenschaftliche und medizinische Fortschritt auch diesen Menschen uneingeschränkt zu Gute kommt. Das Hauptstadtsymposium beschäftigte sich mit den Herausforderungen, die sich für ärztliche und psychologische Psychotherapeuten bei der Behandlung von Menschen mit geistigen Behinderungen ergeben. Zum Veranstaltungsrückblick
4. Hauptstadtsymposium, 25. Juni 2008
Demenzerkrankungen – Ein kaum lösbares Versorgungsproblem für eine alternde Gesellschaft?
Bereits heute leben in Deutschland etwa 1,1 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Durch den demografischen Alterungsprozess ist in den nächsten Jahrzehnten mit einem gravierenden Anstieg der Zahl erkrankter Männer und Frauen zu rechnen: Experten schätzen, dass bis 2050 etwa 2,3 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen sind. Beim 4. Hauptstadtsymposium wurden einige grundsätzliche Aspekte der Früherkennung dieser Krankheit sowie der medizinischen Versorgung und der psychosozialen Pflege von Menschen mit Demenzerkrankungen diskutiert. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) sowie der Deutschen Alzheimer Gesellschaft/ Selbsthilfe Demenz organisiert. Zum Veranstaltungsrückblick
3. Hauptstadtsymposium, 17. Juni 2008
Routine-Daten in der Psychiatrie – Entwicklung eines Daten-Sets zur sektorenübergreifenden psychiatrischen Versorgungsforschung und Qualitätssicherung
Zur besseren Versorgung psychisch kranker Menschen sind gesundheitsbezogene Daten immer wichtiger geworden. Diese werden vielerorts in unterschiedlicher Weise und zu unterschiedlichen Zwecken erhoben. Es entstehen mit einem hohen administrativen Aufwand einerseits ungenützte „Datenfriedhöfe“, andererseits werden Daten gerade zur ökonomischen Steuerung von Prozessen verwendet, die methodisch inadäquat ausgewertet und vorschnell interpretiert wurden. Im Rahmen des Hauptstadtsymposiums wurde in Arbeitsgruppen ein Handlungsprogramm entwickelt, wie Daten zur sektorübergreifenden psychiatrischen Routine-Dokumentation nutzbar gemacht werden können. Zum Veranstaltungsrückblick
2. Hauptstadtsymposium, 2. April 2008
Volkskrankheit Depression: Pro und Contra der Behandlung mit Antidepressiva
Die Behandlung von Depressionen erfordert neben der psychotherapeutischen Behandlung gerade in der Akutphase auch eine pharmakologische Therapie mit Antidepressiva. Zur Wahl stehen heute neben den „trizyklischen Antidepressiva“ auch die SSRI und anderen Substanzen. Obwohl die Wirksamkeit dieser Antidepressiva bei der Behandlung akuter depressiver Episoden in zahlreichen klinischen Studien belegt ist, wird von Zeit zu Zeit immer wieder eine Debatte über die Wirksamkeit geführt. Das Hauptstadtsymposium diskutierte die Pro und Contra der Behandlung mit Antidepressiva. Zum Veranstaltungsrückblick
1. Hauptstadtsymposium, 10. Oktober 2007
Zwischen Ökonomie und Evidenz: Die MeToo-Problematik in der Schizophrenie-Therapie
Aktueller Anlass für das Hauptstadtsymposium zur MeToo-Problematik in der Schizophrenie-Therapie waren die Empfehlungen und Publikationen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) sowie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und die dadurch ausgelöste Diskussionen um den Stellenwert atypischer Neuroleptika bei der Behandlung von Patientinnen und -Patienten mit Schizophrenie. Die Veranstaltung ging der Frage nach einer individuellen Therapie-Option für betroffene Patienten im Spannungsfeld von evidenzbasierten Leitlinienempfehlungen, wirtschaftlichen Restriktionen und therapeutischer Entscheidungsfreiheit des behandelnden Arztes nach. Zum Veranstaltungsrückblick