Schwerpunkte unserer Arbeit
Moderne psychiatrisch-psychotherapeutische Wissenschaft und Forschung ist durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlichster Fachrichtungen und Experten gekennzeichnet. Die DGPPN setzt sich dafür ein, vernetzte Forschungsstrukturen weiter auszubauen.
Mit der Psychiatriereform von 1975 hat sich die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen verbessert. Doch die gegenwärtigen gesetzlich vorgegebenen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen sowie der herrschende Ärztemangel führen dazu, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen schlechter versorgt werden. Die DGPPN setzt sich dafür ein, die Versorgungsstrukturen auszubauen und zu erhalten.
Die Pläne des Bundesministeriums für Gesundheit zur Entwicklung eines neuen Entgeltsystems haben zu deutlicher Kritik und diversen Stellungnahmen geführt. Die DGPPN engagiert sich aktiv im Diskussionsprozess und hat eine Task Force gegründet.
Nachwuchs
Der allgemeine Ärztemangel in Deutschland macht sich auch im Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie bemerkbar. Die DGPPN engagiert sich für den Nachwuchs. Seit Beginn 2009 entwickelt die Fachgesellschaft Konzepte und Projekte, um die Attraktivität des Faches Psychiatrie und Psychotherapie langfristig zu steigern.
Psychiatrisch-psychotherapeutische Forschung gewinnt nicht nur durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlichster Fachbereiche, sondern auch durch die Vernetzung über Ländergrenzen hinweg. Die DGPPN engagiert sich in internationalen Gremien, um den Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen den Ländergesellschaften zu fördern.
Neben den primär institutionsbezogenen Schwerpunkten betätigt sich die DGPPN in einer Reihe von weiteren psychiatrierelevanten Themenfeldern. So positioniert sie sich etwa zu politischen und rechtlichen Fragen der Patientenautonomie genauso wie zu den praktischen Implikationen der neueren Urteile zur Sicherungsverwahrung.