Mehr als 600 Teilnehmer auf europäischem Schizophrenie-Kongress in Berlin
Gemeinsame Konferenz des Kompetenznetzes Schizophrenie, der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN) und der Europäischen Psychiatrie Gesellschaft (EPA) erfolgreich durchgeführt.
Die European Conference on Schizophrenia Research, eine Initiative des Kompetenznetzes Schizophrenie, ist weiter auf Erfolgskurs. Mehr als 600 Teilnehmer aus rund 50 Ländern waren vom 29. September bis 1. Oktober in Berlin zu Gast, um Neues aus der Schizophrenieforschung zu erfahren und klinisch relevante Aspekte zu diskutieren. Wie auch in den vergangenen Jahren handelte es sich hierbei um eine gemeinsame thematische Konferenz des Kompetenznetzes Schizophrenie, der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN) und der Europäischen Psychiatrie Gesellschaft (EPA). Zudem unterstützten die Weltgesellschaft für Psychiatrie (WPA) und deren Schizophrenie-Sektion sowie das Asiatische Netzwerk für Schizophrenieforschung den Kongress.
Das wissenschaftliche Programm unter dem Titel „Facts and Visons“ beinhaltete fast 60 Veranstaltungen, darunter drei Plenarvorträge, 34 thematische Symposien, vier Workshops, sieben Veranstaltungen/Sitzungen mit Einzelvorträgen und elf geführte Postertouren. Die Plenarvorträge von renommierten Wissenschaftlern – Assen Jablensky (Perth, Australia) über “100 years of schizophrenia”, Rajiv Tandon (Gainesville, USA) zu “Schizophrenia treatment and prevention” und Michael F. Green (Los Angeles, USA) zu “Social cognition in schizophrenia” – zählten zweifellos zu den Highlights der diesjährigen ECSR.
Professor Wolfgang Gaebel, Sprecher des Kompetenznetzes Schizophrenie und Kongresspräsident erinnert: “Als wir diese zweijährige Kongressreihe 2007 ins Leben gerufen haben, waren wir davon überzeugt, dass es notwendig ist einen europäischen Kongress sowohl für Kliniker als auch für Forscher zu konzipieren. Von Anfang an war die “European Conference on Schizophrenia Research” ausdrücklich darauf angelegt worden, die Relevanz der europäischen Schizophrenieforschung deutlich zu machen und deren Sichtbarkeit international zu stärken. Zudem war und ist uns wichtig, spezielle europäische Themen zu adressieren, z.B. die Vereinheitlichung von Behandlungsleitlinien oder von Versorgungsmodellen wie spezielle Versorgungsangebote für erstmals schizophren Erkrankte. Die Entwicklung der Teilnehmerzahl und die steigende Zahl an Einreichungen von Symposien und Vorträgen, genauso wie das motivierende Feedback der Teilnehmer zeigen, dass sich die ECSR als fester Termin bei europäischen Schizophrenie-Experten etabliert hat.“